Aktuelles


Workshop: Museum goes Minecraft - Wir bauen die Ziegelei Lage nach
 

Du baust gerne historische Gebäude oder Denkmäler im Spiel Minecraft nach? In diesem Samstags-Workshop (22.6.) von 14 bis 17 Uhr erschaffst du....

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Mit Ecken und Kanten

Backsteinexpressionismus zwischen Rhein und Havel

LWL zeigt neue Ausstellung zum Architekturstil des Backsteinexpressionismus im LWL-Museum Ziegelei Lage.

Für weitere Informationen zum Stil des Backsteinexpressionismus und zur aktuellen Ausstellung klicken Sie bitte auf den Button "weiterlesen".

Den aktuellen Flyer zur Ausstellung können Sie hier herunterladen

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Workshop: Museum goes Minecraft - Wir bauen die Ziegelei Lage nach
 

Du baust gerne historische Gebäude oder Denkmäler im Spiel Minecraft nach? In diesem Samstags-Workshop (22.6.) von 14 bis 17 Uhr erschaffst du gemeinsam mit anderen das LWL-Museum Ziegelei Lage Block für Block. Wenn du im Alter zwischen 9 und 14 Jahren bist, lernst du im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unter Anleitung verschiedene Bautechniken und Kniffe in Minecraft, kannst eigene kreative Ideen miteinbringen und erweckst damit die Ziegelei Lage in Minecraft zum Leben. Anmeldung und erste Minecraft-Erfahrungen erforderlich! Teilnahmegebühr 20 €.
Zum Foto: Bau mit und zeig uns deine Minecraft-Skills beim Nachbau des Museums

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Mit Ecken und Kanten

Backsteinexpressionismus zwischen Rhein und Havel

LWL zeigt neue Ausstellung zum Architekturstil des Backsteinexpressionismus im LWL-Museum Ziegelei Lage

Mit dem Ende des 1. Weltkrieg endete die Zeit der Säulen und Stuckelementen des Historismus in der Architektur. Viele Bauherren setzten auf die kühlen, kristallinen Formen des Expressionismus. Ihn zeichnen Backsteinfassaden aus, die moderne Gebäude aus Stahlbeton und Glas verkleideten. Der Stil entwickelte sich fast ausschließlich in Deutschland mit dem Schwerpunkt auf dem norddeutschen Raum. Parallel bauten viele Architekten bereits im Stil der Neuen Sachlichkeit, der sich einer noch viel nüchterneren Formensprache bediente. In Weimar und Dessau, aber auch in Düsseldorf experimentierten Gropius, Behrens und andere Architekten wiederum mit dem neuen Stil des Bauhauses.

Wichtigste Baumaterialien des Expressionismus in der Architektur waren der namensgebende Backsteine und Klinker. Während die weniger intensiv gebrannten Backsteine für die Wände verbaut wurden, boten die hart gebrannten Klinker Material für eine vielseitige Formensprache der Fassaden.

Die raue, etwas glasartige Oberfläche bot nicht nur Widerstand gegen die Umwelteinflüsse durch Rauch und Ruß. Die Klinker zeigten auch ein reichhaltiges Farbspektrum, das von Rot über Violett bis fast Schwarz reichte. Die Fassaden strahlten dadurch viel Lebendigkeit aus – ein Eindruck, der durch die dekorativen Muster beim Vermauern der Klinker verstärkt wurde. Teilweise wurden sogar fehlgebrannte Klinkersteine wegen ihres individuellen Aussehens als dekorative Elemente verwendet.

Der Backsteinexpressionismus hatte seinen Schwerpunkt in Norddeutschland, Berlin und in den nordrhein-westfälischen Industrieregionen. Expressionistische Backsteingebäude sind selten in Europa – von einigen Bauwerken in den Niederlanden sowie in heute polnischen Gebieten abgesehen, gibt es außerhalb Deutschlands nur wenige.

"Es ist faszinierend zu sehen, wie vielfältig und kreativ der Ziegel seit Jahrhunderten beim Bauen eingesetzt wird. In der expressionistischen Architektur rückt dieser Baustoff selbst in den Mittelpunkt", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe Kai Abruszat. "Allein die Farbe der Ziegel und der kunstvolle Versatz der Ziegel in den Fassaden schafft wunderbare, ausdrucksvolle Bauten, die im Ruhrgebiet, aber auch in Hamburg und Berlin stadtbildprägend wurden.“

Nur wenige Architekten waren stilbildprägend für diesen Baustil. Fritz Schumacher in Hamburg, Fritz Höger in Hamburg, Hannover und Berlin, Alfred Fischer und Josef Franke im Ruhrgebiet sowie Erich Mendelsohn waren die herausragenden Protagonisten im Ziegelbau der 1920er Jahre. Dazu kamen Stadtbauräte in Berlin, Gelsenkirchen oder Oberhausen, die ihre Städte mit dem expressionistischen Baustil prägten.

Mit den Architekten Fritz Höger und Erich Mendelsohn standen sich auch die großen Gegensätze unter den expressionistischen Backsteinarchitekten gegenüber. Der jüdische Erich Mendelsohn schuf mit dem Einsteinturm nicht nur dem großen Physiker ein Denkmal, sondern glaubte auch an eine neue Architektur des Aufbruchs. Mit einem ähnlichen Anspruch baute auch Gustav Vogt für die Bielefelder Baugenossenschaft Freie Scholle Wohnsiedlungen für Arbeiter, die das neue Selbstbewusstsein der Arbeiterschaft zum Ausdruck brachten. Höger hingegen sah im Backsteinexpressionismus war allem eine deutsche Architektur. Er diente sich wie auch einige andere expressionistische Architekten schon sehr früh den Nationalsozialisten an. Er verstand den Backsteinexpressionismus als Baustil für die neue nationalsozialistische Bewegung.

Der Museumsleiter Willi Kulke freut sich besonders über die erneute Kooperation mit der Technischen Hochschule OWL bei diesem Ausstellungsprojekt: „Die Studierenden der Hochschule setzten sich im Rahmen dieses Ausstellungsprojekt mit dem Thema Expressionismus auseinander und erarbeiten eigene Beiträge zu einer modernen Übertragung dieses Baustils in die heutige Zeit.“ Die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen eines Seminars von Professorin Vera Lossau sind in der Ausstellung zu sehen.

Zur Ausstellung wird es zahlreiche Begleitveranstaltungen und museumspädagogische Angebote geben.

Den aktuellen Flyer zur Ausstellung können Sie hier herunterladen



"Mit Ecken und Kanten"

Ausstellung zum Thema Backsteinexpressionismus eröffnet

Am Sonntag, 28. April 2024, wurde im LWL-Museum Ziegelei Lage die große Sonderausstellung zum Thema Backsteinexpressionismus eröffnet. Einzelheiten zur Ausstellung finden Sie in einem gesonderten Beitrag in der Spalte Aktuelles.

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Vorstand wieder vollzählig - 35. Mitgliederversammlung des Fördervereins Ziegelei Lage

Auf eine gut besuchte Mitgliederversammlung blickt der Förderverein Ziegelei Lage zurück. Im Museumscafé/Bistro „Tichlerstoben“ standen in diesem Jahr nicht nur die jährlichen Regularien, sondern auch die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Viel Neues hatte auch Museumsleiter Willi Kulke den Gästen zu berichten, so u. a. über die in der Konzeption befindliche neue Dauerausstellung.

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Backsteinexpressionismus zwischen Rhein und Havel

Seit Sonntag, 28. April 2024, im LWL-Museum Ziegelei Lage

Zur Architektur und Backsteinexpressionismus diskutierten (v.l.):

  • Dr. Kirsten Baumann, Direktorin LWL-Museen für Industriekultur
  • Vera Lossau, Professorin für Grundlagen der Gestaltung, Skulptur und Raum Technische Hochschule OWL
  • Lene Engelhardt und Nicole Wagner, Studierende an der Technischen Hochschule OWL
  • Luise Wagener, Fotografin
  • Thorsten Hannowsky, Baugenossenschaft Freie Scholle
  • Moderation: Willi Kulke, Museumsleiter LWL-Museum Ziegelei Lage

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Vorstand wieder vollzählig - 35. Mitgliederversammlung des Fördervereins Ziegelei Lage

Auf eine gut besuchte Mitgliederversammlung blickt der Förderverein Ziegelei Lage zurück. Im Museumscafé/Bistro „Tichlerstoben“ standen in diesem Jahr nicht nur die jährlichen Regularien, sondern auch die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Viel Neues hatte auch Museumsleiter Willi Kulke den Gästen zu berichten, so u. a. über die in der Konzeption befindliche neue Dauerausstellung.

Eröffnet hatte den Abend Vorsitzender Henry Schmidtpott mit einem umfassenden Vorstandsbericht über das Vereinsjahr 2023 und die im Jahre 2024 schon umgesetzten bzw. eingeleiteten Maßnahmen. Kurz zusammen gefasst: Die Mitgliederzahlen steigen weiter, alle Förderprojekte kamen gut voran, die Museumstouren nach Bocholt, Witten und Henrichenburg fanden große Beachtung und waren allesamt ausgebucht. Als neues, vom Vorstand berufenes Beiratsmitglied stellte er der Versammlung Helmut Biere vor, der nun den bisherigen Beiratssitz von Wilfried Siekmöller einnimmt.

Reinhold Berling, stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart, stellte in seinem Kassenbericht eine solide Finanzlage des Vereins vor. Die Kassenprüfer Marlies Albrecht und Martin Klaus bescheinigten eine tadellose Kassenführung und beantragten Entlastung für den Kassenwart und den gesamten Vorstand, die die Teilnehmer einstimmig erteilten. Anschließend wählte die Versammlung Hannelore Schweichert-Siewing zur neuen Kassenprüferin.

Unter der Versammlungsleitung von Patrick Stammmeier, Zieglerverein Selbeck, der zuvor aus dem Vorstand verabschiedet worden war, wurden insgesamt neun Vorstandsmitglieder in ihren Funktionen bestätigt bzw. neu gewählt. Petra Niederdorf und Axel Kümper, beide aus Lage, nehmen nun die beiden freigewordenen Vorstandssitze war. Bestätigt wurden: Bernhard Baumeister, Heinz Beermann, Reinhold Berling, Matthias Duda (Ziegler-Ring), Klaus Landrock, Henry Schmidtpott und Reinhard Weber. Den geschäftsführenden Vorstand bilden weiterhin Henry Schmidtpott, Reinhold Berling und Reinhard Weber (Schriftführer).

Zum Abschluss des Abends stand traditionell der Bericht aus dem Museum auf der Tagesordnung. Museumsleiter Willi Kulke schilderte das Großprojekt zur Neugestaltung der Dauerausstellung. Nicht nur die Ausstellungsräume werden einen neun Look erhalten, auch thematisch wir sich vieles verändern. Von der reinen Ziegelproduktion wird es mehr in Richtung Ziegelverwendung und Architektur gehen. Wie beliebt das Museum in der Region ist, hat auch eine Besucherbefragung des LWL ergeben. Aus den Antworten lässt sich ablesen, dass das Ziegeleimuseum regelrecht „Fans“ hat und diese das Museum immer wieder gern besuchen. In dieser „Fanbewertung“ landete die Ziegelei in Lage vor allen anderen sieben LWL-Industriemuseen.

Seit über 40 Jahren begleitet der Förderverein Ziegelei Lage den Auf- und weiteren Ausbau des Ziegeleimuseums an der Sprikernheide in Lage. Über aktuelle Förderprojekte, Veranstaltungen, Pläne und Ziele informiert der Verein ausführlich auf seiner Homepage www.fv-ziegeleilage.de Hier kann auch einfach und bequem die Mitgliedschaft erworben werden. Für einen Jahresbeitrag ab 12 Euro gibt es als Dankeschön freien Eintritt in alle acht LWL-Industriemuseen, darunter die Glashütte in Petershagen-Gernheim, das Textilwerk in Bocholt sowie Zechen, Hüttenwerke und das Schiffshebewerk in Henrichenburg.

Zu den Fotos: In neuer Zusammensetzung leiten Vorstand und Beirat die Geschicke des Fördervereins Ziegelei Lage. Von links: Klaus Landrock, Museumsleiter Willi Kulke, Matthias Duda, Heinz Beermann, Bernhard Baumeister, Axel Kümper, Reinhard Weber, Helmut Biere (Beirat), Henry Schmidtpott, Reinhold Berling. Zum Vorstand gehört außerdem Petra Niederdorf.(oben)

Patrick Stammeier wurde nach jahrelanger, erfolgreicher Tätigkeit mit großem Dank aus dem Vorstand verabschiedet.(unten) Die Fotos machten Klaus Landrock und Patrick Stammeier.

 

 

 



27. Tagung der Ziegeleimuseen - Auf nach Mildenberg

Infos und Medien stehen zum Download bereit

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Wieder viel los im LWL Museum Ziegelei Lage - Der Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr 2024 ist da

Auf unserer Seite stellen wir den Veranstatungsplan in der Mediensammlung zum Download bereit

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Liebe Mitglieder im Förderverein,

Liebe Freunde des Ziegeleimuseums,

im Rahmen unserer Projektarbeit sind wir Mitveranstalter der jährlichen Tagung der Ziegeleimuseen. Die nächste Tagung findet vom 23. bis 25. Juni 2024 in Mildenberg statt. Die Einladung und das Programm finden Sie nun in unserer Spalte "Medien" zum Download. Herzlich willkommen zur 27. Tagung der Ziegeleimuseen.

Zum direkten Download der Einladung klicken Sie bitte hier.

Zum direkten Download der Anmeldung klicken Sie bitte hier.

 

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Wieder viel los im LWL Museum Ziegelei Lage - Der Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr 2024 ist da

Auf unserer Seite stellen wir den Veranstatungsplan zum Download bereit

Das Museum hat sich neben dem Veranstaltungsprogramm und den neuen Sonderausstellungen vor allem mit der neuen Dauerausstellung beschäftigt.
Wir werden in den kommenden beiden Jahren immer wieder Angebote machen, Sie mit in unsere Diskussionen einzubinden.